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Wilhelm Hirte Stiftung finanziert neue Medientechnik für die Schulaula des Landesbildungszentrums für Blinde

Für sinnesgeschädigte Menschen spielen die intakten Sinneswahrnehmungen eine besondere Rolle. So sind kreative und sinnliche Aktivitäten wie Musik, Theater und Bewegung für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung von blinden Kindern und jungen Menschen außerordentlich bedeutsam. Sie entdecken an sich herausragende Begabungen und Talente und erfahren in der Erarbeitung und beim Proben der Musikstücke, beim gemeinsamen Singen oder als Solist, bei Theaterstücken von der Einstudierung bis hin zum Bühnenauftritt großartige Erfolgserlebnisse, die in hohem Maß als Gleichwertigkeit, Selbstwirksamkeit, Kompetenz und Grenzerweiterung wahrgenommen werden.


Viele unserer Kinder und jungen Menschen verfügen aufgrund ihrer Blindheit oder Sehbehinderung über einen außergewöhnlichen Zugang zu Musik und Rhythmus und erstaunliche Sonderbegabungen wie das sogenannte absolute Gehör. Die Förderung, Erhaltung und Entfaltung dieser Begabungen, die Anerkennung der Talente und die Bestätigungserlebnisse wirken sich – statt mit Schwächen konfrontiert zu sein - auch auf andere Entwicklungsbereiche aus und sind eine durch nichts zu ersetzende Lernmotivation.

Die Realisierung von derartigen Projekten unter der Berücksichtigung der körperlichen Beeinträchtigung setzt allerdings für Akteure und Publikum mit Blindheit oder Sehbehinderung besondere räumliche und technische Möglichkeiten voraus.

So erfordert das anspruchsvolle Gehör blinder und auch sehbehinderter Menschen eine exakte Tongebung. Sprache und Musik müssen getrennt und kristallklar übertragen und wahrnehmbar sein, um den Ablauf der Veranstaltung beeinträchtigungsfrei verfolgen zu können. Gleichzeitig stellen sich aufgrund der Sehschädigungen besondere Bedingungen an die Ausleuchtung des Geschehens.

In den letzten Jahren hat sich der kreative künstlerische Bereich im Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover stark entwickelt. Diese darstellenden Aktivitäten werden durch externe Theater- und Musikpädagogen sowie besonders ausgebildete und engagierte eigene Pädagogen ermöglicht und bei Veranstaltungen vorgeführt.

Beide Technikausstattungen der Aula im Landesbildungszentrum für Blinde waren durch das Alter und die häufige Nutzung teilweise defekt und erfüllten nicht mehr den für diese Kinder nötigen Standard, konnten inzwischen jedoch mit Hilfe einer Spende durch die Wilhelm Hirte Stiftung erneuert werden.

Wir sind glücklich und dankbar, dass die Wilhelm Hirte Stiftung mit ihrer Unterstützung die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung dieses für die blinden und sehbehinderten Kinder und jungen Menschen wichtigen und wunderbaren Angebotes auch für die Zukunft absichert.

Maria Grodzki

Gesamtverantwortliche


Bild zeigt die Aufführung: „Dornröschen“ aufgeführt von Schülerinnen und Schülern des LBZB im Rahmen des Bühnenspektakels vom 26. bis 28.03.2014
„Dornröschen“ aufgeführt von Schülerinnen und Schülern des LBZB im Rahmen des Bühnenspektakels
vom 26. bis 28.03.2014




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