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Gesellschaftliche Integration und pädagogische Inklusion von Migrantinnen und Migranten als Aufgabe am Landesbildungszentrum für Blinde

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ein Thema zum Besuch von Frau Schröder-Köpf,

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe,

Niedersachsen

 

Das LBZB nimmt seinen landesweiten Auftrag zur vorschulischen, schulischen sowie beruflichen Erziehung und Bildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Blindheit sowie mit hochgradiger Sehbeeinträchtigung seit langer Zeit stationär sowie wohnortnah in inklusiven Kontexten wahr. Auch die Förderung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen hat eine lange Tradition.

Seit einiger Zeit werden am LBZB auch Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen u.a. aus Syrien, Afrika, Afghanistan, Tschetschenien gefördert. Zum Besuch von Frau Schröder-Köpf wurden Chancen und Herausforderungen in der Arbeit mit den Kindern und ihren Familien thematisiert.

Im Gespräch zwischen dem Leitungsgremium des LBZB und Frau Schröder-Köpf ging es schwerpunktmäßig um die Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und deren Familien mit Migrationshintergrund wie auch die erlebten Fluchtereignisse. Ein gemeinsames Lernen und Leben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen wurde für alle als sehr gewinnbringend wahrgenommen. Eine wertschätzende und achtsame Haltung wurde neben persönlichem Engagement – z. B. beim Dolmetschen – als äußerst hilfreich dargestellt.

Während Kinder und Jugendliche schnell und mit Freude die deutsche Sprache als Teil der Landeskultur erlernen, bedarf es im Rahmen der Elternarbeit - vor allem im vorschulischen Bereich - aber professioneller Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die auch den Anforderungen der Fachsprache zur Beratung und Unterstützung der Eltern im Erziehungsprozess entsprechen.

 

Anschließend besuchte Frau Schröder-Köpf eine altersübergreifende Grundschullerngruppe mit Kindern aus unterschiedlichen Kulturkreisen.

Ein herzliches Willkommen in der Klasse E3/GS2-4. Frau Schröder-Köpf am Gruppentisch im Gespräch mit vier Schülern und Schülerinnen. Im Hintergrund sitzen Herr Baaske (AL 2 ), Frau Schäfer (AL 3), Frau Grodzki (Gesamtverantwortliche) (von links nach rechts).

Ein herzliches Willkommen in der Klasse E3/GS2-4. Frau Schröder-Köpf am Gruppentisch im Gespräch mit vier Schülern und Schülerinnen. Im Hintergrund sitzen Herr Baaske (AL 2 ), Frau Schäfer (AL 3), Frau Grodzki (Gesamtverantwortliche) (von links nach rechts).

Im gemeinsamen Gespräch stellten die Kinder einen Teil ihrer Lebensgeschichte vor und berichteten von ihren Erfahrungen mit ihren Familien in Deutschland, aber vor allem auch von ihrer neuen Lerngruppe. So seien sie nicht nur Mitschülerinnen und Mitschüler, sondern vor allem Freunde, die sich auch gegenseitig u.a. beim Erlernen der Sprache helfen und zuhause untereinander besuchen. Ein Schüler stellte seine Niederschrift zum Leben in seiner Heimat ausschnittsweise vor. Die Kinder berichteten von ihren individuellen Sehbedingungen und den Fortschritten des Erlernens der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben). Hierzu stellten sie individuelle Techniken und Hilfsmittel (individuelle Beleuchtung, Bildschirmlesegeräte, Laptoparbeitsplätze mit Braillezeile sowie mit Sprachausgabe etc.) vor.

Bianca sitzt gegenüber von Frau Schröder-Köpf. Sie lehnt sich über den Gruppentisch, um den Gast besser sehen zu können, während Bianca lebhaft von ihrem Leben in Deutschland berichtet.

Bianca sitzt gegenüber von Frau Schröder-Köpf. Sie lehnt sich über den Gruppentisch, um den Gast besser sehen zu können, während Bianca lebhaft von ihrem Leben in Deutschland berichtet.

Cidra, Bianca, Obada, Velat (von links nach rechts) am Gruppentisch mit Frau Schröder-Köpf; im Hintergrund Frau Nitsch, Klassenlehrerin, sowie die Integrationsfachkraft; die Kinder berichten von ihren Erlebnissen am LBZB, von dem Schließen neuer Freundschaften und von dem Lernen mit diversen Hilfsmitteln.

Cidra, Bianca, Obada, Velat (von links nach rechts) am Gruppentisch mit Frau Schröder-Köpf; im Hintergrund Frau Nitsch, Klassenlehrerin, sowie die Integrationsfachkraft; die Kinder berichten von ihren Erlebnissen am LBZB, von dem Schließen neuer Freundschaften und von dem Lernen mit diversen Hilfsmitteln.

 

Zum Abschluss ihres Aufenthaltes am LBZB besuchte Frau Schröder-Köpf die Räumlichkeiten einer Internatsgruppe und kam mit den Erzieherinnen ins Gespräch. Auch in diesen den Sehbedingungen der Kinder und Jugendlichen entsprechenden, spezifisch gestalteten Lebensräumen wird das gemeinsame Leben und Wohnen, Spielen und Lernen als gesellschaftlich integrativ und pädagogisch inklusiv erfahren.

 

Frebel/Schäfer.


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