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Berufsausbildung zur Kauffrau/zum Kaufmann für Bürokommunikation

  Bild zeigt Auzubildende der KfB am PC.  Kaufleute für Bürokommunikation sind Fachleute für Textgestaltung und Kommunikationsübermittlung. Sie können in den Aufgabengebieten der Bürokommunikation oder -koordination, der Textverarbeitung aber auch der Personalverwaltung und des Rechnungswesens oder der Öffentlichkeitsarbeit und Kundenbetreuung tätig sein. Kaufleute für Bürokommunikation arbeiten in Verwaltungsabteilungen von Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche aber auch in der öffentlichen Verwaltung, bei Verbänden und bei freien Berufen.

 

Die Aufgabenschwerpunkte der Kaufleute für Bürokommunikation bestehen aus kaufmännisch-verwaltenden Funktionen sowie Assistenz- und abteilungsbezogenen Sekretariatsarbeiten. Hierzu gehören u. a. folgende Aufgaben:

 

  • die schriftliche Kommunikation, wie z. B. das Eingeben, Bearbeiten, Sichern und Übermitteln von Texten,
  • die Mitarbeit in der Personalverwaltung,
  • die Bearbeitung von Posteingang, Postverteilung, Postausgang,
  • die Aufbereitung statistischer Daten,
  • das Führen von Terminplänen, -kalendern und Urlaubsplänen,
  • die Rechnungserstellung, -prüfung, -bearbeitung,
  • dass Bedienen von Bürokommunikationsgeräten,
  • die Informationsbeschaffung,
  • die Mitarbeit in der Materialverwaltung.

Der Ausbildungsberuf Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannt. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich.

 

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird im zweiten Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung durchgeführt. Am Ende des dritten Ausbildungsjahres wird eine Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt.

 

Die überbetriebliche Ausbildung am Landesbildungszentrum für Blinde findet im eigenen Ausbildungsbetrieb, dem Haus der Ausbildung, statt.

Zu den spezifischen Anforderungen des Berufsbildes, gehören u. a.

 

  • schreibtechnische Qualifikationen,
  • Umgang mit modernen Bürokommunikationstechniken,
  • sprachliche Kompetenz, Ausdrucksvermögen,
  • Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit,
  • Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein,
  • Mitarbeiter- und kundenorientiertes Verhalten.

Im Rahmen der Berufsausbildung zur Kauffrau/zum Kaufmann für Bürokommunikation kann der Europäische Computerführerschein (European Computer Driving Licence (ECDL) ) erworben werden, der zum Nachweis von grundlegenden IT-Kenntnissen dient und die Vermittlungschancen am Arbeitsmarkt signifikant erhöht. Am Landesbildungszentrum für Blinde wird der ECDL Start parallel oder integriert in der Ausbildung angeboten. Die Prüfungen erfolgen in ausgewählten Modulen (z. B. Word, Excel, Access), die individuell, d. h. in selbst festgelegter Reihenfolge abgelegt werden, wobei insbesondere die Barrierefreiheit der Materialien im Fokus der Betrachtungen steht. Wenn alle Module bestanden sind, erhalten die Auszubildenden das international anerkannte Zertifikat der ECDL Start.

 

Die Berufsausbildung zur Kauffrau/zum Kaufmann für Bürokommunikation erfolgt am Landesbildungszentrum für Blinde durch den Einsatz blinden- und sehbehindertenspezifischer Hilfsmittel und die Vermittlung entsprechender Techniken. Hierzu gehört u. a. eine individualisierte Arbeitsplatzausstattung (PC mit z. B. Vergrößerungssoftware, Sprachausgabe, Braillezeile, Bildschirmlesegerät, Arbeitsplatzleuchte etc.) sowie die Benutzung von Tastaturbefehlen zur sicheren Anwendung von Informations- und Kommunikationstechniken (z. B. Anwendersoftware, Recherchen im Internet, Versenden von E-Mails etc.).

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