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Weitere Angebote am LBZB
Zukunftstag 2008
In diesem Jahr nahmen insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler an unserem Angebot teil. Nach einem Rundgang über das Gelände mit kurzer Beschreibung des Organisationskonzeptes konnten folgende Bereiche erkundet werden:
- Der Alltag von Förderschulklassen, in denen Lehrer/innen für Sonderschulpädagogik, Therapeuten/innen, Sozialpädagogen/innen, Erzieher/innen und Heilerziehungspfleger/innen, Praktikanten/innen, Zivis und FSJ-ler/innen arbeiten
- Ergotherapie; Hauswirtschaftsausbildung; Sportunterricht
- Tiergestützte Pädagogik
- Einige konnten Erfahrungen unter der Augenbinde machen und feststellen, wie anders es ist, nicht sehen zu können.
Einen ganz großen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die bereit waren, unseren Gästen einen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu ermöglichen.
Nach dem Mittagessen im Speisesaal haben wir den Film „Eigentlich wollte ich Fußballprofi werden" angesehen, der von jungen Männern berichtet, die sich für eine Ausbildung in eher „frauentypischen Berufen" entschieden haben.
Die Zeit wurde knapp und die Köpfe waren so voller neuer Eindrücke, dass der geplante Austausch über die gemachten Erfahrungen und die Überlegungen zur Berufswahl zu kurz kam.
Durch Ausfüllen eines Fragebogens, haben die Teilnehmer/innen die Möglichkeit genutzt darzustellen, wie sie den Zukunftstag sehen. Erst einmal hat es allen bei uns sehr gefallen. Die Arbeit mit blinden Menschen hat sie sehr beeindruckt und sie waren erstaunt, dass viele Schülerinnen und Schüler trotz mehrfacher Beeinträchtigungen soviel Freude am Leben und am Lernen haben.
Alle Teilnehmer/innen fanden gut, dass das Angebot zum Zukunftstag nicht nach Geschlechtern getrennt war, obwohl es eigentlich so vorgesehen ist. Sie haben das „gemischte" Angebot gerne und als selbstverständlich wahrgenommen. Sie waren sich darüber einig, dass jede/r den Beruf ausüben sollte, den sie/er gerne mag, egal ob es sich um einen „frauen- oder männertypischen Beruf" handelt.
An dieser Stelle möchte ich ein ganz großes Lob an alle Teilnehmer/innen aussprechen. Sie haben sich ganz mutig in fremde Situationen begeben und waren ganz offen im Kontakt mit unseren Schülerinnen und Schülern. Die Jungs haben sich in der "frauentypischen Berufswelt" ohne Vorurteile erkundigt und ausgetauscht.
Was wir Erwachsenen oft noch über Gleichberechtigung und Gleichbehandlung diskutieren, ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier gar kein Thema mehr. Das finde ich richtig toll und es macht mir Mut für die Zukunft wenn ich an „Gender-Mainstream" und „Vereinbarkeit von Beruf und Familie" denke.
Ich freue mich über die Kinder und Jugendlichen von heute!
Die Frauenbeauftragte
Sabine Gierth
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