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Zukunftstag 2012

In diesem Jahr hatten wir am Zukunftstag 13 Jungen zu Besuch, die bei uns so ganz im Sinne des Tages frauentypische Berufe kennengelernt haben. Nachdem alle eine Einführung in die Aufgaben des Landesbildungszentrums für Blinde und eine Besichtigung des Geländes bekommen haben, wurde ihnen durch Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen Berufen der besondere und spezifische Auftrag unserer Einrichtung etwas näher gebracht.

Im Anschluss an das Mittagessen gab es noch Zeit besondere Fortbewegungsmittel und auch Räumlichkeiten kennenzulernen. Mit der Reflexion des Tages wurde von jedem ein Fragebogen beantwortet. Die Auswertung der Bögen gibt eine deutliche Rückmeldung zum Tag, die wir ihnen nicht vorenthalten möchten.

Allen Teilnehmern einen großen Dank für ihr Interesse und ihre Offenheit und allen Kolleginnen und Kollegen für ihre Unterstützung! Es hat uns viel Spaß gemacht.

Wir freuen uns schon auf den Zukunftstag 2013!


Runa Tatge und Sabine Gierth


 

Auswertung des anonymen Fragebogens

Um einen Eindruck von unserem diesjährigen Zukunftstag zu vermitteln, sind die Aussagen der Schüler unkommentiert übernommen.


weiblich: 0

männlich:

13 Jungen gesamt davon

12 aus dem Jahrgang 7 und 8

1 aus dem Jahrgang 9


Warum gibt es den Zukunftstag, was verstehst Du darunter?

  • 1 bezieht sich auf den eigentlichen Grund: … dass man geschlechtsuntypische Berufe kennenlernen soll.
  • Alle anderen sagen, der Tag sei zur allgemeinen Berufsorientierung.

Wie bist Du auf das LBZ B gekommen?

  • 12 durch ihre Lehrkraft
  • 1 durch einen Bekannten

Über welche Berufe hast Du etwas erfahren?

  • Lehrer, Sozialpädagoge, Musiktherapeut, Korbflechter, Betreuer, Therapeut, LPF, über die vom LBZB, Psychologen und Therapeuten, über den Beruf der Behindertenpflege.

Was hat Dir am besten gefallen?

  • Wie optimistisch manche blinde Kinder sein können.
  • Die Entspannung der Kinder.
  • Dass ein kl. blinder Junge ziemlich gut Klavier spielen konnte.
  • Dass ein blinder Junge besser Klavier spielen kann als ich.
  • Dass die Kinder den Tieren nicht wehgetan haben und, dass ich sehen durfte wie die Kinder trotz ihrer Behinderung sich die Tiere vorstellen konnten.
  • 3 gefielen die Räume am besten, Gymnastikhalle, Snozelenraum, Toberaum.
  • Das Material, das den Blinden zur Verfügung gestellt wird.
  • Die Räume die die Kinder zur Verfügung haben.
  • Der blinde Kevin.
  • Die Gespräche mit den Kindern.

Was war nicht so toll?

  • Am Anfang war es eher langweilig.
  • Das Essen war zu viel, sehr sättigend.
  • Die Fragen, die wir stellen sollten.
  • Die schockierenden kleinen Momente beim Quietschen, Schreien und Brabbeln der Kinder.
  • 8 schrieben: nix

Kannst Du Dir vorstellen in diesem Bereich zu arbeiten?

ja O nein O

  • 3 sagen: ja
  • 8 sagen: nein
  • 2 sagen: ich weiß nicht

Wenn ja, welcher Beruf interessiert Dich?

  • 1 sagt: Musiktherapie
  • 2 sagen: Alles
  • 10 haben keine Angaben gemacht

Findest Du die Arbeitsbereiche im LBZ B eher frauen- oder männertypisch?

  • 7 sagen eher frauentypisch
  • 6 sagen für beide geeignet

Sind Frauen oder Männer besser für diese Berufe geeignet und warum?

  • 1 kann er nicht sagen, dazu müsste er ein paar Tage länger bleiben.
  • 5 sagen: Frauen weil,: - sie besser kommunizieren können; - sie besser mit Menschen umgehen können; - Männer besser für handwerkliche Berufe geeignet sind; - Männer schneller die Geduld verlieren
  • 7 sagen: beide sind gut bzw. geeignet

Kennst Du den Begriff Gleichstellung und was verstehst Du unter darunter?

  • 7 sagen: kennen ihn nicht
  • 4 sagen: er bedeutet Gleichberechtigung
  • 2 sagen: gleiche Arbeit, gleicher Lohn

Sollte es für Mädchen und Jungen getrennte Veranstaltungen am Zukunftstag geben?

ja O nein O egal O

  • 9 sagen: nein
  • 4 sagen: egal

Begründung:

  • Nein, weil : - man hier nicht wegen der Mädchen herkommt sondern wegen dem Beruf;
    • alle können alle Berufe ausüben; - hier auch Frauen arbeiten, Mädchen sollen das auch kennenlernen;
    • alle Menschen jeden Job machen können;warum denn?; - alle sind das selbe, warum denn nicht?;
    • Mädchen sollen auch Männerberufe kennenlernen
  • Egal, weil: - egal

 

Alles in Allem fand ich den Tag:

+(toll) 1-----2-----3-----4-----5-----6-----7-----8-----9-----10 –(nicht so toll)

 

Ein Schüler bewertete den Tag mit 1, vier mit 2, sechs mit 3 und zwei mit 4.


Hier noch ein paar genannte Eindrücke der Schüler, die sie im Reflexionsgespräch äußerten:

  • die Blinden leben genauso wie wir, sie haben ganz schöne Kinderzimmer, nur manche haben eine Art Gartenzaun um ihr Bett herum, aber nicht damit sie weggesperrt sind, sondern damit sie nicht rausfallen.
  • Rollfiez fahren ist total toll.
  • ich bin eigentlich nur hier, weil ich verpennt habe, die Anmeldung für was anderes rechtzeitig abzugeben.
  • Da war eine blinde Lehrerin, die ist ohne Stock übers Gelände gelaufen.
  • wo muss ich mich anmelden, um ein Praktikum zu machen?

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