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Logbuch Mauth 11. bis 18.02.2011

„Blindflug nach Mauth“, so lautet das Motto der diesjährigen Skifreizeit der Sek. II. Zehn Schüler und sieben Betreuerinnen und Betreuer trafen sich am Freitagmorgen am LBZB um ins kleine, beschauliche Mauth im Bayerischen Wald aufzubrechen. Während die Zivis Jan und Julian mit unserem Bus und viel Gepäck im Kofferraum nach Süden aufgebrochen waren, fuhr der Rest mit dem ICE von Hannover nach Passau. Die berühmte Deutsche Bahn hatte mal wieder Verspätung: „30 Minuten“! Kaum hatten wir unsere Plätze eingenommen, wurden schon die ersten Vorratstüten ausgepackt und verspeist. Nach fünf Stunden Fahrt erreichten wir Passau. Die restliche Strecke nach Mauth wurde mit gemietetem Bus zurückgelegt. Schon auf dem Weg zu unserem Ziel stellten wir fest, dass es um den Schnee recht schlecht bestellt war. Es regnete und an vielen Stellen konnte man die Wiesen sehen.

 

„Und hier sollen wir Skifahren??????“

 

Als wir in unserem Quartier ankamen, war das Gepäck schon ausgeladen, Hurra!  Wir bezogen unsere Zimmer und wurden von Herrn Caspers sehr lecker abends bekocht. Schon während des Essens wurde spekuliert, was man am nächsten Tag ohne Schnee im „bescheidenen Mauth“ wohl unternehmen könnte?? „Langeweile“? NEIN! Ideen gab es genug. Wir beschlossen uns am nächsten Tag erstmal im Ort umzuschauen. Der Abend wurde mit lustigen Karaoke-Gesängen beendet.

 

Doch über Nacht hatte es geschneit und die Hoffnung aufs Skilaufen stieg. Während einige Betreuer einkaufen waren, erkundeten wir den Ort und stellten fest, dass Mauth doch nicht so bescheiden war, wie es am Anfang aussah. Außer Skifahren kann man sich hier im Solarium „vergnügen“, am Audi-Quattro-Treffen teilnehmen und in der Glasbläserei eine eigene Kugel blasen.

 

Nachdem wir die Stadt besichtigt hatten, schnappten wir uns unsere Rodelreifen, um die Schneepiste unsicher zu machen. Es war sehr glatt, so dass wir beim ersten Mal zur Vorsicht nur den Reifen rutschen ließen. In einem höllischen Tempo rasten wir dann zu Tal. Allein, zu zweit als Sandwich übereinander, was einigen von uns tierische Rückenschmerzen bescherte, oder zu viert auf beiden Reifen nebeneinander. Während wir auf der Piste unseren Spaß hatten, testeten unsere Begleiter die Loipen und gaben zu unserer Freude für den nächsten Tag „grünes Licht“ zum Skifahren.

 

Abends gab es warmes Essen (Chili con Carne) und ließen den Abend mit verschiedenen Spielen ausklingen.

 

Unser erster Tag auf Skiern

Das Abenteuer beginnt!!!

Wir waren erstmal damit beschäftigt, die Skier anzuschnallen, den Einstieg und Ausstieg in die Loipen zu üben und den Hügel in der Abfahrtshocke hinunter zu kommen. In der Abfahrtshocke den Berg abzufahren ist doch nicht so einfach, wie wir uns das vorgestellt hatten. Ständig sind wir hingefallen. Nun ja, wir mussten ja auch das Aufstehen lernen.

 

Zweiter Tag auf den Brettern

Der erste Übungstag machte sich schon bemerkbar und die meisten wagten sich erstaunlich schnell auf die Fünf-Kilometer-Loipe, nicht ohne das Hinfallen und die Backenbremse intensiv zu üben. Insbesondere Karim und René haben sich an diesem Tag damit beschäftigt, die Piste zu küssen.

 

Dritter Tag Lust auf mehr: z. B. Zehnkilometerstrecke

Die Zehn-Kilometer-Loipe war sehr anspruchsvoll, so dass viele von uns Respekt vor dieser hatten, weil der Schnee so vereist war. Die Abfahrten waren daher sehr schnell und man konnte nur ganz schwer sich in der Loipe halten. Einige von uns haben die Skier lieber abgeschnallt und sind den Berg zu Fuß heruntergegangen.

 

Trotz der teilweise vereisten Loipen haben sich alle am diesen Tag selbst übertroffen.

 

Vierter Tag auf der Piste - Tag der Kilometerfresser

Es war sehr kalt, aber wir ließen uns davon nicht beeindrucken, sondern hielten uns durch Bewegung warm. So viel, wie wir am diesen Tag gelaufen sind, legten wir an keinem anderen Tag der Reise zurück.

 

Manche Kilometerfresser haben sogar 20 oder auch bis zu 25 Kilometer zu sich genommen.

 

Letzter Tag auf der Piste

Es war ein wunderschöner, sonniger Tag, leider aber viel zu warm, um lange guten Schnee zu haben. Wir kosteten den letzten Tag auf den Brettern dennoch richtig aus und blickten voller Stolz auf unsere Gesamtgruppenleistung von 749 Kilometern zurück – das ist weiter als die gesamte Strecke von Mauth bis nach Hannover!

 

Wir haben uns jeden Tag super lecker selbst bekocht. Alle haben klasse mitgeholfen: beim Pizzabacken, mit einem bombastischen Teig, der gar nicht aufhören wollte „ zu gehen“ in unserer kuschlig warmen Küche.

Cedric hat uns einen „Lothringer Kuchen“ vom Feinsten gezaubert, der auch am nächsten Tag noch schmeckte.

Toll war, dass alle gern mitgeholfen haben, bei allen Aufgaben, die so angefallen sind.

 

Letzter Tag: Schade die Abfahrt

Am nächsten Morgen wurden wir von Karim schon um 3:30 Uhr geweckt. Müde quälten wir uns aus den Betten. Die Betreuer kochten Kaffee und Tee für die Fahrt zurück nach Hannover. Um fünf Uhr hatten die Zivis unser Gepäck verladen und fuhren als erste Richtung Norden.

 

Mittags hatte Hannover uns wieder. Wir freuten uns schon sehr auf eine Mütze voll Schlaf und ein erholsames Wochenende.

 

(Autoren: Andreas, Cedric, Christian, Frauke, Julian, Kevin und Frau Bracht-Schwien)

 

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