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Flugtag beim AeroClub Hildesheim am 20.09.08

Segelfliegen

 

Am 20. September 2008 fuhren 17 Schülerinnen und Schüler des Landesbildungszentrums für Blinde zusammen mit dem Lionsclub Hannover-Tiergarten zum Flugplatz nach Hildesheim, wo für Blinde und Sehbehinderte das Segelfliegen stattfand.

 

Als wir ankamen, gab es eine Begrüßung durch den Aeroclub  Hildesheim-Hannover, der die Segelflugzeuge zur Verfügung stellte.Segelfliegen gibt es seit über 200 Jahren. Deutschland gilt als das „Mutterland“ des Segelfluges.

 

Nach der Begrüßung hatten wir die Gelegenheit, uns  Bild zeigt: Werner-Ruediger Stehr, Vorstandsmitglied des Aero-Clubs Hannover-Hildesheim, beantwortet einer Schülergruppe Fragen zum Segelfliegen (klein) die Segelflugzeuge anzuschauen. Sie hatten zwei Flügel, eine vordere Kabine, in der der Pilot sitzt und eine hintere Kabine, in der der „Mitflieger“ sitzt.

Der Pilot hat zusätzlich noch ein Funkgerät. Außerdem bekamen wir einige Informationen über das Segelfliegen mitgeteilt.  Segelflugzeuge brauchen zum Fliegen keinen Wind. Sie fliegen auch - genauso gut - wenn es windstill ist.

 

Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Seilwinde oder ein   Bild zeigt:Ein Helfer des Aero-Clubs hilft Emanuel Ernst beim Befestigen des Fallschirms auf dem Rücken.  (klein) Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gezogen. Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um - solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muss. Und wenn nicht gerade ein Flugplatz da ist, muss es auf einen Acker oder eine Wiese. Segelflugzeuge können spielend 250 km/h schnell fliegen und mit 1000 Metern Höhe 40 - 50 km weit kommen. Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden. Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt ein Segelflieger, genauso wie es die großen Vögel tun. Durch ständiges Kreisen innerhalb dieser aufsteigenden Luft (dem Aufwind oder Thermik) steigt auch das Segelflugzeug nach oben. Beim Streckenflug gleitet er dann abwärts, bis zum nächsten Aufwind, gewinnt dort wieder Höhe, gleitet zum nächsten usw. Um die Aufwinde auch richtig finden zu können, gibt es in den Segelflugzeugen heute sehr empfindliche Instrumente. Reicht die Thermik nicht aus, um den Heimatflugplatz zu erreichen, wird der Propeller ausgeklappt, das Triebwerk gestartet und der Pilot kann so wieder nach Hause fliegen, ohne auf einem Ackerlanden zu müssen.

 

Dann ging es endlich los!! Jeder kam einmal dran und der Flug dauerte etwa fünf bis zehn Minuten. Wir bekamen einen Fallschirm umgelegt und wurden im Flugzeug angeschnallt. Der Pilot erzählte uns, wo wir überall langfliegen. Als alle einmal geflogen sind, konnte man noch ein zweites Mal fliegen. Das haben auch fast alle getan. Dieses Mal dauerte der Flug länger, teilweise eine halbe Stunde. Wir fuhren unter anderem über die Stadt Hildesheim und an einer Kirche vorbei.

 

Für das leibliche Wohl war natürlich gesorgt. Der Lionsclub hatte jede Menge Kuchen dabei und vom LBZB gab es auch reichlich zu essen.

Das Segelfliegen an sich ist gar nicht so schlimm wie viele immer denken. Beim Starten und Landen kribbelt es im Bauch, aber dann schaukelt es und es fühlt sich für manche wie „Schifffahren“ oder „Autofahren“ an.

Gegen 17:00 Uhr fuhren alle wieder zurück zum LBZB.  Für alle war es ein sehr schöner Tag, vor allem, weil auch das Wetter mitspielte.

Es war ein sehr schönes Erlebnis, das es ruhig noch mal geben soll.

 

Saskia Niemann

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